Pflegestellen - schenken Sie ein Zuhause auf Zeit

Wenn Sie eine oder gar mehrere Katzen für eine gewisse Zeit, oftmals nur wenige Wochen, bei sich aufnehmen können, erhöhen sich die Chancen auf eine passende Vermittlung immens, weil sich das Tier vor Ort befindet und wir darüber hinaus konkrete Informationen über sein Verhalten sammeln können.

Es wäre schön, wenn eines dieser bedauernswerten Wesen bis zu seiner Vermittlung bei Ihnen vorübergehend ein liebevolles Zuhause finden würde. Dieses Tier wird es Ihnen tausendfach danken.

welche Gaben sollten Sie haben

1. Herz und Verstand

Um eine Pflegestelle anzubieten, sollten Sie ein großes Herz für Tiere haben. Der Grund für eine Pflegestelle sollte Tierschutz sein. Das klingt zwar selbstverständlich, ist es aber leider nicht immer. Tatsächlich gibt es Fälle und vermeintliche Tierfreunde, die sich einen finanziellen Vorteil durch die Vermittlung erhoffen; die Aufnahme und Vermittlung geschieht dann leider manchmal auf Kosten der Tiere.

2. Zeit

Als Pflegestelle sollte man dem Tier vor allem in den ersten Tagen nach der Aufnahme möglichst viel Zeit widmen können. Je genauer man das Tier kennenlernt, desto besser können wir Interessenten Auskunft geben - einerseits, um eventuelle Folgen von Reisestress zu erkennen, andererseits, um möglichst viele Informationen sammeln zu können. Im Optimalfall können Sie sich bei Ankunft des Pflegetieres ein paar Tage Urlaub nehmen.

3. Ausdauer

Es ist nie vorhersehbar, wie schnell ein Tier vermittelt werden kann. Häufig werden schon nach kurzer Zeit Interessenten ausgemacht, manchmal kann es aber auch mehrere Wochen oder Monate dauern, bis das Tier endgültig vermittelt ist. Alles das sollte man einplanen, wenn man sich als Pflegestelle zur Verfügung stellen will. Eine Pflegestelle ist daher nur dann eine echte Hilfe, wenn das Tier bis zur endgültigen Vermittlung dort untergebracht werden kann.

4. Platz

Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Platz haben und das Tier sich auch zurückziehen kann. Bei Mietraum sollten Sie unbedingt eine schriftliche Genehmigung des Vermieters einholen.

Aufgaben

Alle Aufgaben zur Betreuung eines eigenen Tieres sollten Sie auch für Pflegetiere einplanen. Stellen Sie sich idealerweise einfach vor, es wäre ihre eigene Katze oder Hund. Es gibt nur einen wesentlichen Unterschied: Planen Sie von Anfang an ein, sich wieder von dem Tier trennen zu müssen! Aus welchem Grund ist dieser Unterschied kompliziert? Fragen Sie die vielen Pflegestellen, die das Tier behalten haben, weil eine Vermittlung ihnen sonst das Herz gebrochen hätte…

Zu den Aufgaben einer Pflegestelle gehört es, das Tier mit zukünftigen Umweltreizen vertraut zu machen. Umso besser sind die Vermittlungschancen. Viele verhaltensproblematische Tiere (meistens sind es Angststörungen) können in Pflegestellen therapiert werden. Pflegestellen, die dafür nicht speziell qualifiziert sind und besonders darauf eingestellt sind, sollten davon Abstand nehmen, verhaltensgestörte Tiere aufzunehmen.

Für die Zeit, in der das Tier bei Ihnen ist, tragen Sie die volle Verantwortung. Kalkulieren Sie ein, dass Sie unter Umständen für einen längeren Zeitraum für Futter und Zubehör aufkommen müssen. Die übliche Katzen- und Hundeausstattung (Futternapf, Korb, Kratzbaum, Spielzeug, Zeckenzange, etc.) sollte vorhanden sein und wird von der Pflegestelle gestellt. Für die Haftpflichtversicherung ist die Pflegestelle selbst verantwortlich.

Kosten insbesondere für tierärztliche Behandlungen werden nach vorheriger Absprache übernommen. Eine Ausnahme bildet selbstverständlich Gefahr im Verzug. Natürlich freut sich unser Budget darüber, wenn die Pflegestelle freiwillig einen Teil dieser Kosten übernimmt, dies ist jedoch keine Bedingung!

Sämtliche Tiere werden vor der Vermittlung umfassend tierärztlich untersucht. Der Verein übernimmt die komplette medizinische Versorgung (Impfungen, Chippen, Kastration, Wurmkuren, EU-Pässe, Transport etc.). Grundsätzlich sind alle Hunde und Katzen gegen die erforderlichen Krankheiten geimpft. Die Tiere sind gechipt und kastriert, sofern sie das notwendige Alter bereits erreicht haben. Wenn Ihre eigenen Tiere grundimmunisiert und auch sonst gesund und fit sind, besteht keinerlei Gefahr. Bei Verdacht auf eine Infektionskrankheit sollten Sie aber sofort Ihren Tierarzt und uns kontaktieren.

Wir sind auf ihre Hilfe angewiesen! Sie können unsere Arbeit unterstützen, indem Sie sich als Pflegestelle zur Verfügung stellen.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen zur Verfügung.